Männer 1: Bittere Schlussphase kostet den TSV Betzingen den Sieg
Der TSV Betzingen musste am Samstagabend unter den Augen von Oberbürgermeister Thomas Keck eine äußerst schmerzhafte 30:31 (14:14)-Niederlage gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim hinnehmen. In einer lange ausgeglichenen Partie schien Betzingen bereits wie der sichere Sieger, ehe die Gäste das Spiel in den Schlussminuten noch drehten.
Die Vorzeichen waren dabei alles andere als optimal: Mit Luca Kriz, Carlo Pyschik und Loris Steinhart fehlten gleich mehrere wichtige Stützen, sodass Jan Kussmann aus dem Ruhestand in die Bresche sprang.
Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, Betzingen konnte sich nach rund 15 Minuten leicht auf 8:6 absetzen, verpasste es jedoch, den Vorsprung weiter auszubauen. Herbrechtingen blieb dran und so ging es mit einem gerechten 14:14 in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie dann früh entschieden: Betzingen kam mit viel Tempo und Entschlossenheit aus der Kabine und legte los wie die Feuerwehr. Angetrieben von einer starken Defensive und konsequentem Umschaltspiel erspielte sich der TSV bis zur 47. Minute eine komfortable 10-Tore-Führung. Alles deutete auf einen sicheren Heimsieg hin – und damit auch auf den vorzeitigen Klassenerhalt.
Doch das Spiel kippte komplett. Durch leichte Ballverluste und nachlassende Konzentration brachte Betzingen die Gäste zurück ins Spiel. Herbrechtingen nutzte die Fehler konsequent aus und verkürzte Tor um Tor. Mit zunehmender Spielzeit verlor der TSV spürbar den Faden, während die Gäste immer mehr Selbstvertrauen schöpften.
In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi – mit dem besseren Ende für die SG Herbrechtingen-Bolheim. 50 Sekunden vor dem Ende erzielten die Gäste den entscheidenden Treffer zum 30:31 und besiegelten damit die bittere Niederlage für Betzingen.
Trotz einer zwischenzeitlichen Serie von sieben Toren in Folge reichte es am Ende nicht zum Sieg. Die verpasste Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt schmerzt, zumal man das Spiel lange Zeit klar im Griff hatte.
Trainer Jens Demel nach der äußerst ärgerlichen Niederlage: „Unterm Strich bleibt ein Spiel, aus dem wir unsere Lehren ziehen müssen. Positiv ist, dass der Abstand auf die Abstiegsplätze weiterhin sechs Punkte beträgt. Schon am kommenden Wochenende haben wir die Chance, die verpassten Punkte wieder gutzumachen."
Am 19. April tritt der TSV Betzingen um 17 Uhr auswärts beim TSV Deizisau an.
Wir bedanken uns bei den zahlreichen Fans und bei Oberbürgermeister Thomas Keck für die bedingungslose Unerstützung!!!
Es spielten unter den Trainern Jens Demel, Chris Kern und Christian Kirchmann: Kussmann (7/2), Leopold Heinzmann (4), Sören Elser (3/3), Fabio Geldreich (3), Ingo Sotirov (3), Robin Strifler (3), Kjell Widmer (3), Tobias Lawitschka (2), Noah Schlotterbeck (1), Hannes Stotz (1), Julian Goldstein, Tom Gross, Semjon Horn, Kai Kussmann, Niclas Lohan












